Feuerwehr
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Datum

Einsatzbeginn

Einsatzende

07.01.2008

22:20 Uhr

00:56 Uhr

Einsatzart

Gefahrgutunfall / Chlorgasalarm

Einsatzort

Hotel Römerbad

ausgerückte Fahrzeuge Badenweiler

1-19; 1-23; 1-41; 1-44

ausgerückte Fahrzeuge anderer Organisationen

Gefahrgutzug Müllheim; Polizei; DRK

Einsatzbericht

siehe Medienbericht

Medienberichte

Badenweiler (mps). Ein Chlorgasunfall im Hotel Römerbad in Badenweiler forderte vier Verletzte, von denen einer in die Helios Klinik eingeliefert werden musste. Die Feuerwehr Badenweiler und der Müllheimer Gefahrgutzug konnten die Gefahr, die von einer undichten Chlorgasflasche ausging, erfolgreich beseitigen. Insgesamt wurden 29 Personen aus dem Hotel evakuiert und vom DRK betreut.

Es war gegen 22.20 Uhr am Montagabend, als das lebensgefährliche Gas unkontrolliert ausströmte und sich im Kellergeschoss und Erdeschoss des Hotels ausbreitete. Fast alle Personen, die sich zum Zeitpunkt in dem Hotel aufhielten, verließen teils mit leichten oder schwereren Reizungen das Hotel. Die Evakuierten wurden von der Feuerwehr Badenweiler im Foyer des Kurhauses vorübergehend untergebracht und von Notärzten, Rettungsdienst und der Schnelleinsatzgruppe des DRKs betreut. Vier Personen wurden noch vor Ort von den Notärzten behandelt. Trotz Anraten seitens des medizinischen Personals verweigerten sie auf eigene Verantwortung die weitere Behandlung und Beobachtung in der Klinik, der fünfte Verletzte kam zur Überwachung in die Helios Klinik.

Während dessen wurde das Hotelgebäude weiträumig abgesperrt, nachdem der Gasgeruch je nach Windrichtung über den Schlossplatz feststellbar war. Das Chlorgas wird in geringer Konzentration wie in den meisten Badeanlagen dem Wasser des Hallenbades zur Desinfektion beigemischt. Spezialisten des Gefahrgutzuges der Müllheimer Feuerwehr arbeiteten sich in Chemieschutzanzüge zur undichten Gasflasche vor. Das giftige Gas, das sich wegen seiner Dichte vor allen Dingen in Bodenhöhe ausbreitet, wurde mit Wasser niedergeschlagen und eine Gefahr für die weitere Umgebung verhindert. In den Räumen waren Messtrupps unterwegs, um die Konzentration des lebensgefährlichen Gases zu messen. Im Kellergeschoss, wo sich auch die Küche befindet und im Erdgeschoss im Bereich des Empfangs wurden über längere Zeit lebensbedrohende Konzentrationen festgestellt. Das Gas, das schon in geringen Konzentrationen unter anderem zu massiven Atemwegsproblemen führt, wurde im Laufe des Einsatzes mit Überdrucklüftern aus dem Gebäude gepresst. Erst weit nach Mitternacht konnten die Personen, Hotelgäste und Personal, in das Gebäude zurückkehren, nachdem die Messtrupps des Gefahrgutzuges Entwarnung für die Innenräume geben konnten. Die havarierte Gasflasche, die wegen eines technischen Defekts undicht wurde, konnte von den Gefahrgutspezialisten abgedichtet und von der Feuerwehr Badenweiler abtransportiert werden. Insgesamt waren mehr als 50 Feuerwehrleute und 25 Helfer des Deutschen Roten Kreuzes im Einsatz. Die Polizei Müllheim überwachte die Absperrung und übernahm die Ermittlungen zur Ursache der Havarie. Etwa gegen 0.45 Uhr konnte die Absperrung aufgehoben werden.

Bilder

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