Feuerwehr
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7

Datum

Einsatzbeginn

Einsatzende

11.04.2011

21:50 Uhr

02:15 Uhr

Einsatzart

Verkehrsunfall / Menschenrettung

Einsatzort

L131

ausgerückte Fahrzeuge Badenweiler

1-19; 1-41; 1-44; 4-41

ausgerückte Fahrzeuge anderer Organisationen

Müllheim 1-24; 1-50; 1-52; DRK; THW Kran; KBM Hagenbach

Einsatzbericht

Am Montagabend wurden die Abteilungen Schweighof und Badenweiler und die Wehr aus Müllheim zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person gerufen.
Ein aus Osteuropa stammender LKW war irrtümlicher Weise die enge Landesstrasse in Richtung Kreuzweg gefahren. Als der Fahrer den Fehler merkte, wendete er und fuhr wieder talwärts. Da die Bremsanlage einen technischen Defekt hatte, konnte er seinen 40 Tonnen schweren Sattelzug vor einer engen Kurve nicht mehr abbremsen. Er fuhr gegen die Böschung am rechten Fahrbahnrand, der LKW kippte um und stürtzte die Böschung hinunter. Dort blieb er auf der Beifahrerseite liegen.Der Fahrer konnte sich selbstständig aus der völlig demolierten Kabine retten, doch der Beifahrer, vermutlich der Sohn des Fahrers, wurde in den Trümmern eingeklemmt. Dank der guten Zusammenarbeit und der regelmässigen gemeinsamen Ausbildungen der Wehren aus Badenweiler und Müllheim konnte der Verletzte schonend und trotz der brisanten Lage verhältnismässig schnell befreit werden. Das Technische Hilfswerk war mit einem Kranwagen an der Einsatzstelle, um ev. die Kabine bei der Rettung anzuheben. Da die Rettung auch ohne die Hilfe des Krans erfolgreich war , konnte das THW unverrichteter Dinge abrücken. Eine Spezialfirma für LKW-Bergung aus Bad Krozingen richtete den gesamten Zug auf und Schleppte ihn ab. Da sich die Ladung,24t Polyestergranulat, auf der Böschung und der Fahrbahn verteilt hatte und aus einem defekten Tank eine geringe Menge Kraftstoff ausgelaufen war, wurde am nächsten Tag mit einem Bagger die Ladung und das kontaminierte Erdreich abgetragen und entsorgt.

Medienberichte

VERKEHRSUNFALL AUF DER SIRNITZSTRASSE BEI BADENWEILER

Sattelzug stürzt Böschung hinunter

Defekte Bremsen verursachten am Montagabend einen schweren Verkehrsunfall auf der Sirnitzstraße bei Badenweiler. Ein 40-Tonner aus Litauen, unterwegs ins Wiesental, geriet auf der Bergstrecke außer Kontrolle und stürzte eine Böschung hinunter.

MÜLLHEIM/BADENWEILER (mps). Die Besatzung eines litauischen Lastzuges hatte am Montagabend einen Schutzengel, als ihr 40-Tonner-Sattelzug auf der Sirnitzstraße – ein Kilometer oberhalb von Schweighof – eine Böschung hinabstürzte. Beide Männer wurden schwer verletzt. Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Müllheim und Badenweiler mussten den Beifahrer aus den Trümmern der Zugmaschine befreien. Die Landesstraße 131 war bis weit nach Mitternacht gesperrt.

Der schwere Verkehrsunfall, der sich kurz vor 22 Uhr ereignete, wurde laut der Polizei durch defekte Bremsen ausgelöst. Der Fahrer des Lastzugs, der über Schweighof in Richtung Schönau unterwegs war, sei versehentlich die kurvenreiche Strecke gefahren. Als er dies zu Beginn der Serpentinen bemerkte, habe er an geeigneter Stelle gewendet. Auf der Talfahrt versagten dann die Bremsen des Aufliegers, deren Schwächen dem Fahrer, so die Polizei, bekannt gewesen seien. Der Lastzug geriet außer Kontrolle, die Zugmaschine samt Auflieger kippte nach links um, schlitterte über die Straße, drückte die Leitplanken um und überschlug sich die Böschung hinunter.

Auflieger und Zugmaschine wurden zerstört, die Ladung – 24 Tonnen Polyestergranulat – verteilte sich an der Böschung und auf der Straße. Der 49-jährige Fahrer, obwohl schwer verletzt, konnte sich selbstständig aus dem Führerhaus befreien. Der 21-jährige Beifahrer, eventuell der Sohn des Fahrers, wurde in den Trümmern der Fahrerkabine eingeklemmt. Durch Zufall wurde der verunglückte Lastzug von einem vorbeifahrenden Motorradfahrer entdeckt, der umgehend die Rettungsdienste alarmierte. Der Auflieger rasierte bei seinem Sturz einen Baum ab, der quer über der Straße lag und erst von den Feuerwehrleuten aus Badenweiler beseitigt werden musste, damit die Hilfskräfte zur Unfallstelle vordringen konnten. Die Wehr sorgte für den Brandschutz, klemmte eine qualmende Batterie ab und leuchtete die Einsatzstelle aus.

Einsatzkräfte der Müllheimer Feuerwehr übernahmen die Befreiungsaktion des 21-Jährigen. Die Zugmaschine musste stabilisiert, große Blechteile mussten aus dem Weg geräumt und für den Notarzt des Deutschen Roten Kreuzes ein Zugang zu dem Verletzten geschaffen werden. Auch das Technische Hilfswerk wurde angefordert, um die Fahrerkabine anheben zu können, seine Dienste wurden aber nicht gebraucht. Die Befreiung des Eingeklemmten ging schneller und leichter vonstatten, als zunächst erwartet worden war. Beide Insassen wurden vom DRK-Rettungsdienst in Kliniken gebracht. Nach Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf 73 000 Euro.

Die Bergung des Sattelschleppers erfolgte im Lauf des gestrigen Dienstags. Es gab deshalb Behinderungen für den Verkehr auf der L 131. Die Verkehrslenkung erfolgte mittels Ampelschaltung.

Bilder

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